Institut Mensch, Technik und Teilhabe


PPZ-Freiburg 2.0

Konzeption, Realisierung und Evaluation technologie-unterstützter Versorgunspfade in der pflegerischen Versorgung

PROJEKTBESCHREIBUNG

Das Projekt PPZ geht in die zweite Förderphase. Die in der ersten Förderphase zusammengefunden Pflegepraxiszentren (PPZ) und das Pflegeinnovationszentzrum arbeiten fortan eng zusammen um technische Innovationen für die Pflege erfolgreich in die Praxis zu transferieren.

Hintergrund

Die Pflege steht aufgrund demografischer, gesellschaftlicher und einrichtungsbezogener Veränderungen unter einem enormen Handlungsdruck: Einer stark steigenden Anzahl Pflegebedürftiger steht zu wenig Pflege- und Assistenzpersonal gegenüber, gleichzeitig werden pflegerische Interventionen zunehmend komplexer. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, bedarf es einer übergreifenden multiprofessionellen Zusammenarbeit der verschiedenen Leistungsanbieter und Professionen. Dabei ergeben sich durch die Nutzung technologischer Innovationen neue Chancen zur Unterstützung und Verbesserung der pflegerischen Versorgung.

Im Rahmen des vom BMBF geförderten Clusters „Zukunft der Pflege“ werden parallel verschiedene technologische Innovationen und Methoden entwickelt sowie – unter gleichzeitiger Schaffung der notwendigen Qualifikationsvoraussetzungen – in die Pflegepraxis integriert und evaluiert. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass einige existierende Technologien zwar unter bestimmten Rahmenbedingungen nachweislich wirksam, allerdings bisher kaum in der Pflegepraxis außerhalb des Clusters verbreitet sind.

Auf dieser Grundlage wird im Forschungsprojekt ein erweitertes und gemeinsam abgestimmtes Konzept für die Fortführung des Clusters vorgeschlagen. Während bisher die Erforschung, Integration und Evaluation technologischer Innovationen in kontrollierten Umgebungen des Clusters im Mittelpunkt stand, soll zukünftig ein nach außen gerichteter Transfer erfolgen, indem das Cluster in neuen Konsortialstrukturen – und vor allem gemeinsam – die bisherigen Erfahrungen und Ergebnisse in weitere Einrichtungen der Gesundheitsversorgung überträgt. Dazu wird eine systematische Weiterentwicklung technologischer Innovationen mit dem Ziel verfolgt, Sektorengrenzen zwischen unterschiedlichen Pflegesettings zu überwinden, um eine koordinierte Versorgung entlang von Versorgungspfaden technologisch zu unterstützen. Im Mittelpunkt der Transferaktivitäten steht das sog. Buddy-Konzept, das in diesem Kontext bereits erfolgreich in Großbritannien eingesetzt wird. Dabei werden unter enger Einbindung von Erfahrungsgebern des Clusters passende Partnerinstitutionen bei der Digitalisierung begleitet und als Multiplikatoren unterstützt. Damit technologische Innovationen in der Pflegepraxis eingesetzt werden können, müssen Qualifikationsangebote zur Förderung von Technikkompetenzen im gesamten Bildungsbereich der Pflege angeboten werden. Dazu werden die bisher erarbeiteten Konzepte und Materialien für die verschiedenen Qualifikationsarten und Qualifikationsniveaus in Bezug auf Technikkompetenzen in weitere Einrichtungen transferiert und adaptiert. Weiterhin wird zukünftig der Wissenstransfer ausgeweitet und die bisherigen Aktivitäten um einen Think Tank erweitert, der eine Schnittstelle für neue, externe Impulse darstellt und eine systematische Vernetzung des Clusters mit weiteren (inter-)nationalen Akteur:innen ermöglicht.

 

 

PROJEKTPARTNER

  • Universitätsklinikum Freiburg (Konsortialführer des PPZ Freiburg)
  • weitere Pflegepraxiszentren (PPZ) Deutschlands
  • Pflegeinnovationszentrum

 

KONTAKT

Prof. Dr. Peter König

Institutsleitung

Professor für Pflege und Rehabilitationsmanagement

Prof. Dr. Christophe Kunze

Institutsleitung

Professor für Gesundheitstechnologien

Stefan Walzer, M.Sc.

Akademischer Mitarbeiter

Fachgebiet: Pflegewissenschaft

 


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