PROJEKTBESCHREIBUNG
Die ambulante Altenpflege steht vor erheblichen Herausforderungen, insbesondere im ländlichen Raum mit schwacher Versorgungsstruktur und Personalmangel. Digitale Versorgungsangebote könnten hier Abhilfe schaffen, werden aber zu selten in Anspruch genommen, da die digitalen Kompetenzen seitens der Pflegebedürftigen häufig nur wenig ausgeprägt sind. Es bedarf daher digitaler Versorgungsangebote, die so niederschwellig gestaltet sind, dass sie auch weniger technikvertrauten Menschen zugänglich gemacht werden können.
Hier setzt das neue, im Rahmen des IGP-Programms geförderte Kooperationsprojekt ennaSmartCare an. Gemeinsam erproben die enna systems GmbH, die Diakonie Nord Nord Ost und das Institut Mensch, Technik und Teilhabe neue Wege, um Pflegeunterstützung, Beratung und Prävention digital und gleichzeitig einfach zugänglich zu machen. In Pilotregionen wird erprobt, wie sich unter anderem digitale Pflegeberatungen nach § 37 3 SGB XI, präventive Angebote sowie die Videokommunikation zwischen Pflegefachkräften, Pflegebedürftigen und Angehörigen sinnvoll in den Pflegealltag integrieren lassen. Mit dem enna-System, das ganz ohne Touchscreen, Menüs oder Vorkenntnisse funktioniert, sollen diese digitalen Pflegeleistungen erstmals niedrigschwellig in den Alltag integriert werden. Ziel ist es, Pflegefachpersonen zu entlasten, Wegezeiten zu reduzieren und gleichzeitig die Qualität der Versorgung zu sichern.
Das Institut Mensch, Technik, Teilhabe (IMTT) bringt sich hier mit den Forschungsschwerpunkten der nutzerzentrierten und partizipativen Gestaltungsansätzen von Pflegetechnologien und technikgestützten Versorgungsarrangements ein. Die konkreten Aufgaben im Projekt umfassen u.a. die folgenden Punkte:
- Unterstützung bei der Entwicklung und Implementierung der Versorgungskonzepte
- Evaluation aus pflegewissenschaftlicher Perspektive
- Organisation der ethischen Betreuung der Forschungsaktivitäten
PROJEKTPARTNER
- enna systems GmbH
- Diakonie Nord-Nord-Ost