Die Idee
Um die Idee einer Foto-Portrait-Ausstellung konkret umzusetzen, bedurfte es im Vorfeld umfangreicher Recherchearbeit. Schlüsselthemen wie Formen und Erleben von Stigmatisierung aus Sicht der Betroffenen wurden gründlich recherchiert und aufgearbeitet. Was bedeutet überhaupt Stigmatisierung? Welche Rolle spielt sie in unserer Gesellschaft, und wie gehen Betroffene damit um? Des Weiteren wurden in der ersten Projekthälfte Ermittlungen über das Konstrukt „Behinderung“ in unserer Gesellschaft angestellt. In Verbindung dazu wurde ein Augenmerk auf die Alltagsbewältigung der Betroffenen gelegt. Was gibt körperlich oder geistig behinderten Menschen Halt im Alltag? Wie können sie diesen physisch sowie psychisch meistern? Welche Chancen bietet ihnen dabei ein technisches Hilfsmittel? Eine wichtige Rolle spielt auch die Akzeptanz des Hilfsmittels bzw. Gründe für dessen Ablehnung. Welche Nachteile oder Gefahren können sich daraus für Betroffene ergeben? Mithilfe von studienbasierten Recherchen suchte die erste Projektgruppe Antworten auf Fragen wie diese, um eine wissenschaftliche Basis zu schaffen, auf der das Projekt aufbauen kann. Diese Basis stellt sozusagen den theoretischen Grundstein dar, der die praktische Ausführung im späteren Verlauf erst möglich machte.
Das Konzept
Um dem Publikum einen möglichst unvoreingenommenen und unverfälschten Zugang zu jeder Person zu gewähren, haben wir uns viele Gedanken über die Art der Gestaltung gemacht. Da es sich bei dem Projekt um die Umsetzung einer Portraitausstellung handelt, war es notwendig, sich über verschiedene Kunst- und Fototechniken zu informieren, um am Ende das gewünschte Ergebnis zu erlangen. Dazu wurde ausführlich über verschiedene Bildperspektiven und ihre Wirkung auf den Zuschauer geforscht.

