{"id":3997,"date":"2022-10-31T13:22:20","date_gmt":"2022-10-31T12:22:20","guid":{"rendered":"https:\/\/d491312.online-server.cloud\/imtt2\/?p=3997"},"modified":"2023-09-30T11:05:07","modified_gmt":"2023-09-30T09:05:07","slug":"entwicklung-von-innovativer-technik-fuer-die-informelle-pflege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ext.mensch-technik-teilhabe.de\/imtt\/2022\/10\/31\/entwicklung-von-innovativer-technik-fuer-die-informelle-pflege\/","title":{"rendered":"Entwicklung von innovativer Technik f\u00fcr die informelle Pflege"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<strong>Das IMTT ist beteiligt an einem interdisziplin\u00e4ren BMBF Begleitprojekt <\/strong><\/p>\n<p><strong><br \/>\n<\/strong>Rund 80 Prozent der derzeit 4,1 Millionen Menschen mit Pflegebedarf in Deutschland werden in ihrem h\u00e4uslichen Umfeld versorgt. Die Hauptlast dieser Versorgung tragen An- und Zugeh\u00f6rige sowie andere informelle Pflegepersonen. Gemeinsam mit professionellen Pflegediensten und weiteren Unterst\u00fctzungsangeboten bilden sie sogenannte Sorgegemeinschaften. Zur Entlastung dieser Gruppen wird zunehmend dar\u00fcber diskutiert, wie digitale Mittel eine Unterst\u00fctzung bei der Pflege bieten k\u00f6nnen.\u00a0Jedoch entfalten soziotechnische Innovationen nur dann einen tats\u00e4chlichen Mehrwert, wenn sie sowohl den vielf\u00e4ltigen Bed\u00fcrfnislagen der informell Pflegenden und Sorgegemeinschaften\u00a0als auch den spezifischen Rahmenbedingungen informeller Pflegesettings gerecht werden \u2013 eine Herausforderung, welche insbesondere die fr\u00fchzeitige Einbindung von informell Pflegenden und Sorgegemeinschaften in die Entwicklung von technologischen Ans\u00e4tzen erfordert.<\/p>\n<p>Das vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) gef\u00f6rderte, multizentrische Projekt \u201ePartizipation und Co-Creation f\u00fcr innovative Technologien f\u00fcr informell Pflegende und Sorgegemeinschaften\u201c (<a href=\"https:\/\/ext.mensch-technik-teilhabe.de\/imtt\/portfolio\/pitips\/\"><u><strong>PiTiPS<\/strong><\/u><\/a>), verkn\u00fcpft daher Expertise aus Forschung und Praxis mit der Perspektive von Vertreter:innen informell Pflegender. Ziel ist es, die Diversit\u00e4t informeller Pflege systematisch in Forschungs- und Gestaltungsprozesse\u00a0zu integrieren. Das PiTiPS-Projekt begleitet im Rahmen der vierj\u00e4hrigen Projektlaufzeit (2022 -2026) verschiedene Verbundprojekte aus dem Forschungskontext informeller Pflege. Neben der Universit\u00e4t zu L\u00fcbeck als Projektkoordinator unter Beteiligung der beiden Institute f\u00fcr Multimediale und Interaktive Systeme (IMIS) und f\u00fcr Sozialmedizin und Epidemiologie (ISE), wird das Projekt gemeinsam mit dem <strong>Institut Mensch, Technik und Teilhabe (IMTT) der Hochschule Furtwangen<\/strong>, der Hochschule f\u00fcr angewandte Wissenschaften Kempten, der Hochschule Zittau\/G\u00f6rlitz und \u201ewir pflegen \u2013 Interessenvertretung und Selbsthilfe pflegender Angeh\u00f6riger e.V.\u201c bearbeitet.<\/p>\n<p>Dem IMTT der Hochschule Furtwangen kommt dabei eine Doppelrolle zu. Einerseits ist es als Projektpartner am Begleitprojekt PiTiPS beteiligt, gleichzeitig ist das IMTT aber auch Konsortialpartner im Verbundprojekt<a href=\"https:\/\/ext.mensch-technik-teilhabe.de\/imtt\/portfolio\/koordinaid\/\"> <u><strong>KoordinAID<\/strong><\/u><\/a> unter der Leitung des Bayrischen Zentrums f\u00fcr Pflege Digital (BZPD) der Hochschule Kempten. Ziel des KoordinAID-Projektes ist die co-creative Entwicklung und Implementierung eines integrierten, soziotechnischen Versorgungsmodells f\u00fcr l\u00e4ndlich gepr\u00e4gte Regionen, welches die Zusammenarbeit von pflegenden Angeh\u00f6rigen und Sorgegemeinschaften unterst\u00fctzt, besser koordiniert und dadurch zur Entlastung beitr\u00e4gt. Das Vorhaben wird f\u00fcr die Modellregion Kinzigtal im Schwarzwald umgesetzt.<\/p>\n<p>Um Ans\u00e4tze und Methoden zur Partizipation von informell Pflegenden und Sorgegemeinschaften an Technikinnovation systematisiert und f\u00f6rderpolitisch zu st\u00e4rken, verfolgt das Begleitprojekt-Team daher eine duale Strategie: (1) Die Bereitstellung von technischen Infrastrukturen und wissenschaftlichem Wissen und (2) die Analyse von Partizipationsans\u00e4tzen, um theoretische Modelle und Methoden weiterzuentwickeln und Handlungsempfehlungen abzuleiten. In zwei sogenannten \u201e<strong>PartizipationsLabs<\/strong>\u201c, also Laboren zur Durchf\u00fchrung von Partizipationsmethoden (wovon sich eines an der Hochschule Furtwangen befindet) werden partizipative Formate und Co-Design, digital und analog, erprobt und durchgef\u00fchrt.\u00a0Im Fokus steht dabei die aktive Zusammenarbeit zwischen informell Pflegenden und Sorgegemeinschaften sowie Expert:innen aus der Forschung.\u00a0Zudem dient ein digitaler \u201e<strong>PartizipationsHub<\/strong>\u201c als Plattform, um gemeinsame Lernprozesse zu initiieren und abzubilden. Erg\u00e4nzt wird der Beratungs- und Unterst\u00fctzungsprozess durch gemeinsame Forschungswerkst\u00e4tten mit den Verbundprojekten aus dem gesamten deutschen Bundesgebiet.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_single_image image=&#8220;3998&#8243;][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Das IMTT ist beteiligt an einem interdisziplin\u00e4ren BMBF Begleitprojekt Rund 80 Prozent der derzeit 4,1 Millionen Menschen mit Pflegebedarf in Deutschland werden in ihrem h\u00e4uslichen Umfeld versorgt. 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